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Clomifen und Eisprung

Wann löst Clomifen einen Eisprung aus?

Das Präparat Clomifen ist ein hormoneller Wirkstoff, der dazu eingesetzt wird, um bei Frauen einen Eisprung zu stimulieren. Es wird bei Frauen genutzt, die zu selten oder nie einen Eisprung haben und deren Fruchtbarkeit dadurch eingeschränkt ist.(1) Dazu gehören Frauen, die unter dem polyzystischen Ovarialsyndrom leiden (PCO-Syndrom)(2) aber auch in der Reproduktionsmedizin wird Clomifen genutzt, um einen Eisprung auszulösen und die Reifung der Eibläschen zu verbessern.(3) Clomifen ist ein Antiöstrogen. Das bedeutet, es suggeriert dem Körper, dass zu wenig Östrogen produziert wird. Daraufhin werden vermehrt die Sexualhormone LH und FSH ausgestoßen, die wiederum den Eisprung auslösen und das Heranreifen eines Follikels begünstigen.(4)

Löst Clomifen immer einen Eisprung aus?

Wann Clomifen einen Eisprung auslöst, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Statistisch gesehen induziert Clomifen in 80% der Fällen einen Eisprung. Zu einer Schwangerschaft kommt es aber in weniger als der Hälfte der Fälle (40%).(5) Im Bereich der Reproduktionsmedizin ist die Erfolgsquote sogar noch geringer. Im statistischen Jahresbericht der IVF-Gesellschaft in Deutschland, lag die Erfolgsquote der Kinderwunschbehandlung bei durchschnittlich 30%.(6) Dabei gibt es aber auch Methoden, deren Quote mit 5-10% erfolgreichen Schwangerschaften noch deutlich geringer ist.(7)
Clomifen löst also nicht zwangsläufig einen Eisprung aus. Wann Clomifen zum Eisprung führt und wann Clomifen erfolglos ist hängt von mehreren Faktoren ab. In folgenden Fällen ist eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit Clomifen wirklos:

Clomifen wirkt dem Kinderwunsch entgegen

Wie bereits erwähnt ist Clomifen ein antiöstrogenes Hormonpräparat. Zu wenig Östrogen im Körper bzw. das Vorgaukeln, dass dem Körper Östrogen fehlt, wirkt sich nicht nur in der Hormonausschüttung aus. So ist beispielsweise auch die Veränderung des Zervisschleims im Monatszklus an den Östrogenspiegel gebunden. An den fruchtbaren Tagen verflüssigt sich deshalb dadurch der Zervixschleim. So können Spermien besser hindurchkommen und es kann zur Befruchtung kommen. Unter dem Einfluss von Clomifen dagegen, bleibt der Zervixschleim selbst an den fruchtbaren Tagen dickflüssig und eine Befruchtung wird erschwert. Sollte die Beweglichkeit der Spermien beim Partner eingeschränkt sein, ist eine Befruchtung sehr schwierig. In diesen Fällen ist eine Clomifen-Behandlung kontraproduktiv.(8)

Resistenz gegen Clomifen

Clomifen wirkt im Körper derart, dass es künstlich eine Überproduktion der Sexualhormone FSH und LH auslöst. Es gibt jedoch auch Frauen, bei denen selbst eine erhöhte Clomifen-Dosis nicht anschlägt. Trotz Clomifen wird kein Eisprung ausgelöst. Hier spricht man von einer Clomifenresistenz. In diesen Fällen verabreichen Ärzte stattdessen Gonadotropin, ein anderes Hormonpräparat. Doch selbst durch diese Behandlung ist nicht garantiert, dass ein Eisprung ausgelöst wird.(9)

Trotz Clomifen kein Eisprung?

Im Gehirn ist die Hypothalamo-Hypophysäre-Achse unter anderem dafür verantwortlich, dass die Sexualhormone FSH und LH produziert werden. Liegt eine Störung in diesem Produktionszentrum vor, hilft auch Clomifen nicht, um einen Eisprung auszulösen.(10)
Wenn Sie Sich also zunächst bewusst machen, wann Clomifen tatsächlich einen Eisprung auslösen kann und wann nicht, können Sie eine bewusstere Entscheidung treffen. Sie sollten Sich aber nicht nur darüber informieren, ob Clomifen bei Ihnen einen Eisprung auslösen kann, auch die Nebenwirkungen durch die Einnahme von Clomifen gilt es vor der Behandlung zu bedenken.

Nebenwirkungen von Clomifen

Zu den Nebenwirkungen von Clomifen gehören Schwindel, Benommenheit, Hitzewallungen und auch Stimmungsschwankungen. Clomifen erhöht außerdem das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft. Auch können Zysten an den Eierstöcken entstehen. Experten warnen ebenfalls vor erhöhtem Krebsrisiko sowie vor der Auslösung einer Überstimulation der Eierstöcke.(11)
Falls Sie also die Möglichkeit haben, Alternativen zur Clomifen-Behandlung zu nutzen, sollten Sie diese zunächst ausprobieren und sich erst als letzte Möglichkeit mit Clomifen behandeln zu lassen.

Welche Alternativen gibt es zu Clomifen?

Bei eingeschränkter Fruchtbarkeit durch seltenen oder fehlenden Eisprung ist Clomifen nicht der einzige Weg, der zum Wunschkind führt. Gerade bei Störungen beim Eisprung sind die Ursachen nicht immer organisch. Seelische Belastung oder psychischer Druck sowie hoher Stress können dazu führen, dass die Hormonproduktion im Gehirn vorübergehend blockiert wird.(12) Ein Umstellen auf eine enstpannte und gesunde Lebensweise kann hier oft erfolgreicher sein als eine Hormonbehandlung.
Sind die Ursachen der eingeschränkten Fruchtbarkeit nicht eindeutig organisch festzumachen, lohnt es sich über verschiedene natürliche Alternativen nachzudenken.

ES ohne Clomifen: symptothermal schwanger werden

Eine weitere Studie hat Frauen mit eingeschränkter Fruchtbarkeit mit der symptothermalen Methode behandelt. Dabei wurden mit Hilfe eines Zykluscomputers gewissenhaft Fruchtbarkeitsmerkmale im Zyklus beobachtet und anschließend ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Die Beobachtung des eigenen Körpers sowie eine gesunde und ausgewogene, stressfreie Lebensweise sind oft erfolgreicher als hormonelle Behandlungen. Mit der symptothermalen Methode wurden in dieser Studie 98% der Frauen innerhalb von 12 Monatszyklen schwanger.(13)

Eisprung fördern ohne Clomifen - mit Homöopathie

So hat zum Beispiel die Carstens-Stiftung in einer zweijährigen Studie bei Frauen mit eingeschränkter Fruchtbarkeit festgestellt, dass homöopathische Methoden mindestens genau so erfolgreich sind.(14) So wurden Frauen sowohl traditionell (u.a. mit Clomifen) behandelt als auch homöopathisch behandelt und anschließend beobachtet. Die Schwangerschaftsrate bei Frauen, die sich für alternative Methoden (Homöopathie, Akkupunktur) entschieden hatten, lag bei ca. 35%. Damit liegt die Erfolgsrate höher als bei den traditionellen Methoden durch Hormonbehandlung.(15)
Diese Ergebnisse belegen: Bevor Sie Sich mit Clomifen behandeln lassen, ist es ratsam, zunächst natürliche Methoden auszuschöpfen.

Referenzen - Clomifen und Eisprung

(1) Keck, Christoph et al. Reproduktionsmedizinische Techniken. Realistisch beraten – gezielt behandeln. Gynekologie und Geburtshilfe 1-2. 2009. 29-34. Zugang unter: http://login2.webvanilla.de/pan_institut/media/raw/Reprotechniken.pdf. Am: 25. April 2012.
(2) Atassi, Ziad. Einsatz von Metomorfin in der Sterilitätstherapie beim Syndrom polyzystischer Ovarien. Doktorarbeit an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm. 2007. Zugang unter: http://vts.uni-ulm.de/docs/2008/6484/vts_6484_8800.pdf. Am: 25. April 2012.
(3) Ayele Tetteh, Rebecca Beatrice. Intrauterine Insamination: Prognosefaktoren für eine Schwangerschaft. Doktorarbeit an der Hohen Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität Bonn. 2009. Zugang unter: http://hss.ulb.uni-bonn.de/2009/1881/1881.pdf. Am: 25. April 2012.
(4) Atassi, Ziad. Einsatz von Metomorfin in der Sterilitätstherapie beim Syndrom polyzystischer Ovarien. Doktorarbeit an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm. 2007. Zugang unter: http://vts.uni-ulm.de/docs/2008/6484/vts_6484_8800.pdf. Am: 25. April 2012.
(5) Dissertationsarbeit der FU Berlin. http://www.diss.fu- berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000003508/1_Einleitung.pdf?hosts= . Zugang unter: Am: 19. April 2012.
(6) http://www.deutsches-ivf-register.de/pdf-downloads/dirjahrbuch2010-d.pdf. Zugang am: 25. April 2012.
(7) Keck, Christoph et al. Reproduktionsmedizinische Techniken. Realistisch beraten – gezielt behandeln. Gynekologie und Geburtshilfe 1-2. 2009. 29-34. Zugang unter: http://login2.webvanilla.de/pan_institut/media/raw/Reprotechniken.pdf. Am: 25. April 2012.
(8) Ayele Tetteh, Rebecca Beatrice. Intrauterine Insamination: Prognosefaktoren für eine Schwangerschaft. Doktorarbeit an der Hohen Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität Bonn. 2009. Zugang unter: http://hss.ulb.uni-bonn.de/2009/1881/1881.pdf. Am: 25. April 2012.
(9) Sahlenbeck, Katrin. Sexualsteroidkonzentrationen nach hCG-Stimulation bei Frauen. Doktorarbeit and der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. 2007. Zugriff unter: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-20570/Sahlenbeck_Diss.pdf. Am: 25. April 2012.
(10)Schnuck, Franziska. Metabolische und Genotypische Charakteristika bei Frauen mit polyzystischem Ovar Syndrom. Doktorarbeit an der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. 2006. Zugriff unter: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2006/2472/pdf/Microsoft_Word_Doktorarbeit_Fertig25092006.pdfhttp://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2006/2472/pdf/Microsoft_Word_Doktorarbeit_Fertig25092006.pdf. Am: 25. April 2012.
(11)Ibid.
(12) Hübel, Wolfgang. FSH und LH (bei der Frau). Zugriff unter: http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_fsh_lh.htm. Zugang am: 03. Februar 2012.
(13)Gnoth, C. et al. Zur Definition und Prävalenz von Subfertilität und Infertilität. Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie 2004; 1 (4). 272-27. Zugriff unter: http://www.meinkinderwunsch.de/Def%20Subfert.pdf.

(14)I. Gerhard, C. Keller und B. Monga. Homöopathische Behandlung bei weiblicher Unfruchtbarkeit. Studie der Carstens Stiftung. 217-239. Zugriff unter. http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/pdf/klin_Gerhard_fert_jb2.pdf. Am: 23. April 2012.

(15)Ibid.